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Was macht einen seriösen Detektiv eigentlich aus? Die Protokolle von eifrigen Privatdetektiven haben vor einiger Zeit den Ruf eines Discounters geschädigt. Der stern hatte damals bei Lidl festgestellt und aufgedeckt, dass jahrelang Mitarbeiter überwacht wurden. Dabei protokollierten die Ermittler auch Informationen aus dem Privatleben der Angestellten. „Schwarze Schafe der Branche“, schimpfte der Bundesverband der deutschen Detektive (BDD) und kritisierte, dass Lidl sich mit unseriösen Firmen eingelassen hätte. Weiterlesen »

Auch Bundeskanzlerinnen sind nicht immer sicher trotz ständiger Überwachung. Ein geistig verwirrter Mann verfolgt die Kanzlerin Angela Merkel in ihr Wochenendhaus in einem Templiner Dorf  mitten in der uckermärkischen Natur und konnte trotz Sicherheitsvorkehrungen mehrmals auf das Grundstück im Nordbrandenburgischen Raum vordringen. Was für Anforderungen an Privatermittler muss es zukünftig geben? Weiterlesen »

Detektive im Fokus

Artikel aus der Fachzeitschrift „Wirtschaft und Sicherheit“ zum Thema Detektivberuf und Detektivausbildungen:

In den Schlagzeilen der vergangen Monate war immer wieder von Detektiven zu lesen; damit einher gingen die Namen großer Konzerne wie Lidl, die Deutsche Telekom und die Deutsche Bahn. Die Presse berichtete von Beobachtungen der Mitarbeiter oder Manipulationen des elektronischen Datenverkehrs. Keine Erwähnung jedoch fanden die erfolgreichen Aufdeckungen von Industriespionage oder von Fällen, in denen zu unrecht krank geschriebene Mitarbeiter ihren Arbeitgeber betrogen. Lesen Sie hier den Rest des Artikels.

In der „Zeit“ erschien kürzlich ein Artikel über die Rechtmäßigkeit der Mitarbeiterüberwachung bzw. Überwachung durch Privatermittler im Auftrag von Unternehmen. Ein Arbeitsrechtler äußert sich folgendermaßen dazu: Es darf nur dann überwacht werden, wenn es einen konkreten Anfangsverdacht gibt , zum Beispiel unerlaubte Nebentätigkeit oder Diebstahl (siehe auch Artikel von Bernhard Schrauwers). Außerdem muss der Einsatz eines Detektivs oder einer Detektei ein Erfolg versprechender Weg sein, den Verdacht zu bestätigen. Das Betriebsverfassungsrecht und das Datenschutzgesetz stecken hier sehr enge Grenzen bzgl. der Mitarbeiterüberwachung.

Bernhard Schrauwers, November 2009 – Inhaber einer Berliner Wirtschaftsdetektei:
Im März 2007 trat das Anti Stalking Gesetz in Kraft, das unter anderem den Tatbestand einer ungerechtfertigten Observation (also Datenerhebung) behandelt. Seitdem ist eine Observation ohne berechtigtes Interesse tatsächlich ein Straftatbestand (§238 StGB Abs. 1) und kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe geahndet werden.

Fakt ist jedoch, dass es sich bei dem geschilderten Szenario um den „Worst Case“ handelt. Generell sind Detektive oft die einzige Chance für Unternehmen und Privatpersonen, ihre gesetzlich festgeschriebenen Ansprüche durchzusetzen, ohne sich selbst strafbar zu machen.

Grund dafür Weiterlesen »

Es ist uns gelungen, einen Detektiv zu finden, der im folgenden Artikel die rechtlichen Voraussetzungen des Detektivberufs und der Detektivtätigkeit für Nichtjuristen und Nicht-Privatdetektive ausführlich darlegt. Bernard Schrauwers ist Inhaber einer Berliner Wirtschaftsdetektei und Mitglied im Bund Internationaler Detektive.  

Bernhard Schrauwers, September 09:
In der jüngeren Vergangenheit sind immer wieder unseriöse, schlecht ausgebildete Detektive in die Schlagzeilen geraten, weil sie ihre Kompetenzen überschritten und gegen geltendes Recht verstoßen haben. Ein jeder wird sich an die Skandale bei der Deutschen Bahn und Lidl erinnern. Jedoch ist es kaum einem Branchenfremden möglich nachzuvollziehen, warum das Handeln der Detekteien in diesen Fällen unrechtmäßig war, bei einer etwas veränderten Aufgabenstellung und Auftragsdurchführung aber durchaus legitim gewesen wäre. Weiterlesen »

Der Detektivberuf

Es gibt wohl kaum einen Beruf der ähnlich facettenreich ist wie der eines Detektivs. Denn die Einsatzgebiete können ausgesprochen vielfältig, spannend und auch anspruchsvoll sein.  Dementsprechend hoch sind die Anforderungen im Detektivberuf. Mit einer soliden und praxisbezogenen Ausbildung hat man gute Chancen, als selbständiger Detektiv erfolgreich oder aber in einer Detektei angestellt zu werden. 

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es im Detektivberuf? 

Privatermittler bei ObservationDetektive werden tatsächlich häufig wie im Fernsehen durch Privatpersonen beauftragt, einen Seitensprung aufzudecken und zu dokumentieren. Es kann aber auch darum gehen, Erkundigungen über eine Person einziehen, um z.B. zahlungsunwillige Väter aufzuspüren oder einen Freund oder Familienmitglied zu finden, zu dem seit längerem der Kontakt abgebrochen ist. In diesen Fällen spricht man von einem Privatdetektiv oder Privatermittler.
Besonders herausfordernd und ausgesprochen vielseitig kann die Arbeit als Detektiv im Wirtschaftsleben sein. Oft werden dafür Ermittler aus spezialisierten Wirtschaftsdetekteien herangezogen. Die Wirtschaftsdetektive werden nicht selten auch ins Unternehmen „eingeschmuggelt“, um Waren- oder Materialdiebstahl, Unterschlagungen, oder Betrug bei Reklamationen aufzudecken. Bei erhöhten Fehlzeiten und häufigem Krankenstand überprüft der Detektiv ob Mitarbeiter beispielsweise einer unerlaubten Nebenbeschäftigung nachgehen. Weiterhin werden Angestellte von Ermittlern daraufhin überprüft, ob sie verbotenerweise mit Konkurrenzunternehmen in Kontakt treten. Die Beauftragung einer Wirtschaftsdetektei durch ein Unternehmen kann auch das Aufspüren von Abhörgeräten oder das rechtzeitige Aufdecken von Sabotageakten zum Ziel haben.

Wie wird man Detektiv?

Die Berufsbezeichnung „Detektiv“ ist in Deutschland als solche bisher nicht geschützt und auch die Ausbildung zum Detektivberuf ist nicht geregelt. Die Sicherheitsakademie Berlin  bietet jedoch in Zusammenarbeit mit der Industrie und Handelskammer eine anerkannte sechsmonatige IHK-zertifizierte Detektivausbildung an, die in Kooperation mit etablierten Detekteien und Sicherheitsfirmen alle fachlichen und rechtlichen Voraussetzungen sowie auch Handlungssicherheit für die Detektivtätigkeit in den verschiedenen Bereichen vermittelt. Nach erfolgreicher sechsmonatiger Aus- oder Weiterbildung zur „Fachkraft Detektiv (IHK)“ stehen den Absolventen vielfältige Einstiegsmöglichkeiten als Angestellter in Detekteien oder Sicherheitsfirmen, aber auch der Weg in die Selbständigkeit offen.